Austern sind eine der bekanntesten Muschelarten. Wie ihre Artgenossen, die Muscheln, haben sie zwei Schalen, die schlossartig miteinander verbunden sind. Ihre Muskeln sind so stark, dass das edle Fleisch in geschlossenem Zustand vollkommen von der Außenwelt abgeschirmt ist. Als Lebensraum bevorzugen sie flache Küstenbereiche, wo sie in großen Gruppen auf sogenannten Austernbänken zusammenleben. Diese Kolonien sind heute meist künstlich angelegt und nur noch selten als natürliche Erscheinung zu finden.
Die Auster wächst ausschließlich als Männchen heran. Da sie ein Zwitterwesen ist, wird sie nur für vereinzelte Phasen zum Weibchen, um sich fortpflanzen zu können. Dies ist abhängig von der Temperatur und den Verhältnissen in ihrem Lebensraum. Erst mit zunehmendem Alter bekommen Austern ihre Schalenklappen, die sich unregelmäßig und rau anfühlen. Im Optimalfall können Austern bis zu 30 Jahre alt werden.
Austern, die verzehrt werden sollen, müssen mindestens drei Jahre alt sein. In Zuchtfarmen werden die Tiere in dieser Wachstumszeit regelmäßig von kleineren Muscheln gereinigt, was eine hohe Qualität gewährleistet. Als Nahrung nehmen Austern feinste Plankton-Teilchen zu sich.